Objekt des Monats

Meister der Lucialegende (Werkstatt), Madonna mit Kind im Rosenhag, Öl auf Holz, nach 1477, Inv. Nr. III 0012 © Stadtmuseum Simeonstift Trier
Meister der Lucialegende (Werkstatt), Madonna mit Kind im Rosenhag, Öl auf Holz, nach 1477, Inv. Nr. III 0012 © Stadtmuseum Simeonstift Trier

Meister der Lucialegende (Werkstatt): Madonna mit Kind im Rosenhag, nach 1477

Ein immer wieder zu findendes Motiv in der Malerei der frühen Neuzeit ist die Modonna im Rosenhag,. Die Muttergottes Maria sitzt mit ihrem am Heiligen Abend geborenen Sohn Jesus vor einer Hecke aus blühenden Rosen. Die lächelnde Maria schaut auf Jesus, der ganz natürlich dargestellt ist und wie man es von einem Kleinkind kennt, an seinem Füßchen spielt. Nur mit einem Leinentuch bedeckt, wird er zörtlich von seiner Mutter umfasst und gehalten. Maria selbst ist in kostbare Gewänder gekleidet und trägt edelsteinverzierten Schmuck im Haar. Im Hintergrund sehen wir die Ansicht einer Stadt mit Stadtmauer und Kirchturm, die sich in die Landschaft einfügt.

Die vielen roten Rosenblüten symbolisieren Maria als die "Rose ohne Dornen", denn einer Legende nach hatte die Rose vor dem Sündenfall keine Dornen.

Gleich zwei Meisterwerke sorgten parallel zur Legende dafür, das so positive und malerische Bildmotiv zu verbreiten und zu einem eigenen Typus zu machen. Die kleinformatige Rosenmadonna von Stephan Lochner ist um 1450 entstanden und heute im Wallraf-Richartz-Museum in Köln zu sehen. Ausladend und raumgreifend ist die Madonna von Martin Schongauer aus dem Jahr 1473, die das Mittelbild eines Flügelalters bildet und in der Dominikanerkirche in Colmar zahlreiche Besucher anzieht.

In der Ende November beginnenden Winterausstellung ist das Bild neben zahlreichen anderen Kunstwerken mit Szenen der Weihnachtsgeschichte zu finden. Weitere Ansichten von winterlichen Landschaften und vergnügte Szenen in den kalten Monaten laden zum Entdecken ein.