Objekt des Monats

Netsuke eines Okame-Kopfes, signiert "Gyokushi", Elfenbein, 4,2x4,3x2,1cm, Inv. Nr. XI 914
Netsuke eines Okame-Kopfes, signiert "Gyokushi", Elfenbein, 4,2x4,3x2,1cm, Inv. Nr. XI 914

Zu sehen ist eine pausbackige, lachende Frau, eine Okame. In der japanischen Tradition ist Okame die personifizierte Lebenslust und ein Glücksbringer. Netuske sind japanische Miniaturobjekte, welche als Gürtelschmuck dienten. Das Wort netsuke (gesprochen "netz-ke") setzt sich aus den Wortteilen ne für Wurzel und tsukeru für befestigen zusammen. Besonders populär waren die Schmuckstücke im 18. bis 19. Jahrhundert. Den Weg nach Trier und ins Stadtmuseum Simeonstift haben die asiatischen Schmuckstücke über den Industriemanager Dr. Martin Schunck gefunden. Der Kunstsammler nämlich vermachte seine umfangreiche netsuke-Sammlung der Stadt Trier.

Ausführliche Informationen zu den vielfältigen Motiven der netsuke und deren Bedeutung hat Diana Lamprecht in dem Band "Götter und Geister am Gürtel" veröffentlicht, der soeben als Band 2 der Reihe "Museumssammlung im Blickpunkt" erschienen ist.